Wie so oft und gerade jetzt aktuell zum Jahresbeginn ist das Thema Ziele und Ziel-Vereinbarung wieder im Gespräch.
Das betrifft Manager genauso wie Studenten, Verkäufer, Coaches, Trainer, Teamleiter, Networker, Selbständige, Angestellte, Personalentwickler, Leader und viele Menschen mehr.

Hierzu ist einigen die ein oder andere Strategie und Vorgehensweise bekannt, doch bei den meisten Menschen bleibt es oft bei einem Wunsch oder Traum, der so schnell wie er ausgesprochen wurde auch wieder verpufft und sich in Luft auflöst. Der innere Schweinehund ist größer und der Mensch fällt seinen alten Gewohnheiten und Verhaltensmustern zum Opfer, da diese ja auch bereits entsprechend konditioniert sind. Das kennt er ja schon und daher befindet er sich auch in seiner „Komfortzone“, auch wenn das tatsächliche Gefühl etwas anderes sagt.

Veränderungen finden allerdings an den Rändern und außerhalb unserer Komfortzone statt!

Eine Frage die sich stellt ist: „Was ist denn überhaupt so wichtig daran, sich klare Ziele zu setzen“ und „Aus welchem Grund überhaupt Veränderung?“

Ein Ziel gibt Dir Orientierung ( im Gegensatz zu „Orientierungslos“ ) und Du bist dadurch auch fokussiert. Der Vorteil ist, dass Dir dadurch mit Deiner Aufmerksamkeit Dinge auffallen und bewusst werden, die Du ansonsten übersehen und gar nicht wahrgenommen hättest. Das bringt noch einmal Dynamik in das erreichen Deines Ziels.
Ohne ein klares Ziel, dass uns anzieht, motiviert und wir es in der Erreichbarkeit für Wertvoll in der Bedeutung für uns erachten, brauchen wir gar nicht erst loszulaufen, denn wir wissen gar nicht wohin mit unseren aktiven Schritten. Wenn Du eine Fahrkarte bestellst, dann nennst Du ja auch Dein Ziel.
Der Grund für ein neues Ziel oder eine Veränderung liegt meist in Dir selbst. Es zeigt sich ein Bedarf und Du spürst, dass Dich etwas anderes anzieht. Es entwickelt sich für Dich ein Motiv und ein innerer Antrieb.
Was ist dann allerdings der Grund, dass viele doch noch zögern und nicht in Handlung kommen. Das liegt oft daran, dass Deine „Weg von“ ( Schmerz, Endtäuschung, negative Emotion usw. ) oder Deine „Hin zu“ – Motivation ( etwas bestimmtes erreichen ) noch nicht groß genug sind und diese gilt es dann aufzubauen und umzusetzen, wenn es Dir tatsächlich wichtig genug ist.

Zum Start geht es daher um Deine persönliche Einstellung, Deine innere Haltung – Dein „Mind Set“!

Keine noch so erprobte Technik wird Dir wirklich weiter helfen, wenn Deine Haltung nicht stimmt. Wie sehr strebst Du Dein Ziel wirklich an und bist Du bereits, den Preis ( die „Extrameile“, den Fleiß und das Durchhaltevermögen usw. ) einzubringen? Viele wollen ja etwas sein, sind jedoch nicht bereit, etwas zu werden! Überprüfe und hinterfrage dabei auch dein Wertesystem und ob Dein Ziel es auch diesem entspricht. Wie lebst Du Deine Dir wichtigsten Werte oder lebst Du die Werte anderer? Was ist die Konsequenz, wenn Du so weiter machst, wie bisher und wie ist es, wenn Du etwas veränderst?
Dann kommen wir unterstützend noch zu ein paar Techniken und Strategien.
Es geht schon los mit Deiner Wahrnehmung, der Vorstellungskraft und ein paar Kernfragen.

Kannst Du Dir Dein Ziel überhaupt vorstellen, denn was Du Dir nicht vorstellen kannst, das wirst Du kaum erreichen? Wie siehst Du es – groß oder klein und was fühlst Du dabei – ist es so attraktiv für Dich?
Ist es das Ziel auch Wert erreicht zu werden und geht es Dir und Deinem Umfeld gut damit?
Was hat Dich bislang abgehalten, Dein Ziel zu erreichen und was wird jetzt anders sein? Was bringst Du schon alles mit und kannst es als Ressource nutzen? Wen kannst Du als Mentor, Trainer oder Coach hinzuziehen, um die entsprechende Unterstützung zu nutzen?

Es gibt darüber hinaus auch weitere sofort umsetzbare Möglichkeiten und ein paar ausgesuchte stelle ich Dir gerne hier vor.
Betrachten wir uns z.B. die Methode Dickens Pattern. Viele Menschen wissen zwar nicht, was sie wollen dafür aber sehr genau, was sie nicht wollen. Sie haben eher eine weg-von als eine hin-zu Dynamik und um diesen Typ in die Bewegung zu bringen können Sprachmuster angewendet werden, die der betreffenden Person klar machen, was passiert wenn sie nichts verändert.

Typische Fragen hierzu sind: „Wo stehst Du in einem Jahr…… in drei Jahren, was ist in fünf Jahren usw.?“ Hierbei wird bewusst, dass Veränderung notwendig ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Veränderung durch die SMART-Methode, die vielen bereits bekannt ist. Das S steht für spezifisch (Sinne / Kontext ), M steht für messbar, A für attraktiv, R für realistisch und T für terminiert. Erweitern können Sie diese Methode durch sogenannte „wohlgeformte Kriterien“. Hierbei steht positiv formuliert ( keine Negation / nicht oder nein in der Zielformulierung ), selbst erreichbar ( aktive Beteiligung durch Übernahme von Verantwortung und Aktivität ), Ressourcen ( Unterstützung anderer durch deren Fähigkeiten, Zeit, Geld usw. ) und Ökologischer-Rahmen ( Beachtung möglicher negativer Einflüsse auf Gesundheit, Umwelt, Umfeld usw. ).

Um weitere Klarheit über Ihr Ziel zu erhalten, können Sie Ihr Ziel auf der Dilts-Pyramide weiter analysieren. Das ist eine sehr wirkungsvolle NLP-Methode, auf der Sie Ihr Ziel und die eigene Aktivität auf sechs verschiedenen Ebenen genau unter die Lupe nehmen und mit gezielten Fragen überprüfen. Auf der Ebene Umwelt / Umgebung fragen Sie: „Was nimmst Du wahr? Mit wem bist Du hier? Wo bist Du hier?“ Auf der Ebene Verhalten fragen Sie: „Was machst Du? Wie verhältst Du Dich?“ Auf der Ebene Fähigkeiten fragen Sie: „Welche Fähigkeiten hast Du? Was machst Du? Wie machst Du es?“ Auf der Ebene Glauben und Werte fragen Sie: „Wie ist der Glaube über Dich selbst? Was motiviert Dich? Was ist der Grund und die Bedeutung für Dich? Was ist Dir wichtig?“ Auf der Ebene Identität fragen Sie: „Wer bist Du? Wie ist mein Selbstverständnis und Selbstbewusstsein?“ Auf der Ebene Vision fragen Sie: „Was ist meine Mission? Was ist meine Aufgabe? Was ist das größere Ziel dahinter?

Um weiter in eine Verbindlichkeit zum erreichen Ihrer Ziele zu gehen, können Sie sehr gut die Methode der Time-Line / Zeitlinie nutzen. Stellen Sie sich eine Zeitlinie in Ihre Zukunft vor und platzieren Sie Ihr Ziel an einem Punkt der Linie, an der Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen. Dieses definieren Sie auch mit dem entsprechenden Datum, um in die sichtbare Verbindlichkeit zu gehen. Jetzt können Sie zwei Möglichkeiten nutzen, um weitere Zwischenschritte auf Ihrem Weg zum Ziel einzuplanen und dadurch auch eine entsprechende Kontrolle zu erhalten. Sie können von Ihrem Ziel Rückwerts gehend Etappenziele auf Ihrer Linie einbauen oder aus dem jetzt und hier nach vorne gehen und die nächsten Schritte einplanen. Das macht es für Sie messbar, sichtbar und kontrollierbar, so dass Sie wissen ob Sie mehr Gas geben müssen oder im soll sind.

Ihr Ziel aktiv entwickeln können Sie auch durch die Disney-Kreativitätsstrategie, die Walt Disney entwickelte, um seine Träume real werden zu lassen. Hierbei trennte er seine Gedanken und seine Aufmerksamkeit bewusst in drei verschiedene Phasen klar voneinander auch räumlich ab. Bei diesen drei Phasen oder auch Positionen handelt es sich um den kreativen Träumer, den realistischen Planer und den konstruktiven Kritiker. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist die klare Trennung schwirrender Impulse und das gewinnen gedanklicher Struktur. Sie können die Positionen beliebig wechseln und zwar so lange, bis der Kritiker beruhigt ist, der Planer geplant hat und der Traum zum umsetzbaren und erreichbaren Ziel wird.

Das Fazit ist, dass durch klare Ziele herumirren vermieden und Schritt für Schritt unser Ziel auch erreichbar wird und damit auch die entsprechende Energie und unterstützende Aufmerksamkeit freisetzt.
Viel Erfolg beim erreichen Deine Ziele und beim umsetzen der Schritte und des Weges
Dein / Euer Stefan Heller

„Goals“ – Ziele erreichen und bist Du bereit für 2018?
Markiert in:                         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.